Homöopathie konkret

Homöopathie ist bei allen Krankheiten, die keiner chirurgischen oder intensivmedizinischen Behandlung bedürfen, einsetzbar. Ein sorgfältig ausgewähltes homöopathisches Arzneimittel heilt schnell, sanft, sicher, ohne gravierende Nebenwirkungen und dauerhaft akute und chronische Erkrankungen.

Auf dieser Seite werden in unregelmäßigen Abständen und willkürlicher Reihenfolge für die Veterinärmedizin interessante homöopathische Arzneien dargestellt und diskutiert.

Crataegus – Weißdorn

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Der arzneilich verwendete Teil der Heilpflanze Crataegus ist die Essenz aus den reifen Früchten des Weißdornbusches, der auch in unseren europäischen Breiten in mehreren Arten und vielen Unterarten recht häufig vorkommt. Pharmakologisch unterscheiden sich die Arten kaum.

Wirkung

Abgesehen von einer begrenzten Wirkung bei Hautausschlägen mit oder ohne Juckreiz im unteren Gesichts- und Halsbereich hat der homöopathisch zubereitete Weißdorn sein weites und bewährtes Anwendungsgebiet bei Erkrankungen des Herz-/Kreislaufsystems.

Besonders wirkungsvoll ist Cratägus bei Krankheitsbildern mit schwachem Puls, verlangsamter Herzaktion und unregelmäßigem Herzschlag (Arrhythmie). Begleitet werden diese Symptome häufig von Schlaflosigkeit und Übellaunigkeit (kein Wunder, wenn man unausgeschlafen ist!).

Die pharmakolgische Wirkung besteht dabei in einer Weiterstellung der Herzkranzgefäße und einer damit erfolgenden besseren Durchblutung des Herzmuskels.

Bewährte Anwendung

Sehr empfehlenswert bei altersbedingten Herzproblemen bei allen unseren Tiersenioren, wenn sich die Symptome bei frischer Luft und Ruhe bessern und bei Anstrengung und in Wärme und Hektik verschlimmern.

Besonders erfreulich dabei ist, dass es auch bei langen Anwendungszeiträumen, die bei der vorliegenden Indikation meist erforderlich sind, zu keinerlei Nebenwirkungen oder Vergiftungsanzeichen kommt. Ferner kann Cratägus mit vielen anderen Herzmitteln der Homöopathie und der Schulmedizin kombiniert werden; bei letzteren ist es durch die Anwendung von Cratägus oft möglich, die erforderliche Dosis deutlich zu verringern!

Gebräuchliche Potenzen: D1 – D3; C4 – C6

Hypericum perfoliatum – Tüpfeljohanniskraut

Gewonnen wird die homöopathische Arznei HYPERICUM aus allen Teilen der Pflanze einschließlich Blüte. Auf sonnigen und halbtrockenen Standorten kommt sie auch bei uns recht häufig vor und blüht von Mai bis August.

Hauptwirkung
Bei Verletzungen besonders in nervenreichen Geweben der Körperendigungen ist Hypericum immer in der ersten Wahl. Ziehen dabei die stechenden Schmerzen vom Verletzungsort Richtung Körpermitte, verschlimmern sie sich durch Kälte und Feuchtigkeit und verschlechtern sie sich offensichtlich bei Berührung, dann hilft Hypericum schnell und sicher.

Bewährte Anwendungen
– Verletzungen von Pfotenballen (Stiche, Schnitte)
– frische Bissverletzungen des Schwanzes
– Zitzenverletzungen z.B. bei Milchkühen
– Verletzungen des Kopfes (äußerlich; auch Gehirnerschütterung und Schädelfraktur)
– Nervenschädigungen nach Schwergeburten

Übliche Potenzen
Globuli, Dilutionen und Injektionenlösungen in D1, D4, D6 u.a.m.