Lyme – Borreliose

Bei Tier und Mensch stellt die durch Zecken übertragene Borreliose, im englischen Sprachraum Lyme genannt, ein schwieriges Problem für Vorbeugung, Diagnose und Behandlung dar.

Von einer klinisch auftretenden Borrelioseerkrankung betroffene Körperteile können vor allem Gelenke, Nerven, Herzklappen und Nieren sein. Der Erreger Borrelia burgdorferi entwickelt und vermehrt sich nicht im Blut, sondern im Bindegewebe und ist damit einem direkten Erregernachweis mittels Blutprobe nicht zugänglich.

Der indirekte Nachweis durch Antikörper (AK-Titer) bereitet oft große Schwierigkeiten bezüglich seiner Aussagekraft über die tatsächliche Krankheitsursache. So ist bekannt, dass eine große Anzahl von Menschen und, regional unterschiedlich, bis mehr als die Hälfte der Hunde- und Pferdepopulation einen nachweisbaren AK-Titer gegen Borreliose besitzen, ohne jemals an dieser erkrankt gewesen zu sein oder je daran erkranken zu werden.

Eine Vorbeugung durch Impfung ist z.Z. nur für Hunde auf dem Markt, inzwischen recht sicher und gut verträglich; nicht ganz billig, trotzdem empfehlenswert. Die Behandlung einer klinisch und serologisch nachgewiesenen Borreliose ist oft langwierig und nicht in jedem Fall voll befriedigend.

Am sinnvollsten ist demzufolge die Vermeidung der Übertragungsmöglichkeit durch wirksame Zeckenabwehr mit Hilfe geprüfter und effizienter Antiparasitika mit abwehrender und abtötender Wirkung. Sie sind als Spot-on-Präparate oder auch als Halsbänder in unserer Tierarztpraxis erhältlich.